Die traditionelle Definition von Ökologie ist die wissenschaftliche Teildisziplin der Biologie. Diese beschäftigt sich mit der Erforschung der Wechselbeziehungen zwischen Organismen untereinander und mit ihrer Umwelt. Deswegen wird oft der Begriff Bioökologie für den gleichen Sinn verwendet. So grenzt man das von dem Inhalt der Geoökologie ab. Ab der Hälfte des 20. Jahrhundert wurde das Umweltbewusstsein immer größer und daraus entwickelte sich dann der Begriff weit über den engeren naturwissenschaftlichen Rahmen der Biologie hinaus und wird heute oft mit dem Begriff Umweltschutz oder Umwelt gleichgesetzt und verwendet. Dies ist aber falsch. Seitdem werden ökologische Erkenntnisse immer mehr auf die philosophischen und gesellschaftlichen Bereiche übertragen und allerdings oft in politischen Argumentationen verwendet. Da möchte man das Verhältnis des Menschen zu seiner Umwelt beschreiben. Deswegen hat der Begriff eine teilweise neue Bedeutungserweiterung oder –Verschiebung bekommen. Dadurch dient dieses Wort heute oft der Lehre bzw. Handlungsweise des Umweltschutzes.
Dank der zunehmenden Bedeutung der Ökologie zur Förderung von Erkenntnissen zum besseren Verständnis von der Umwelt- und Gesellschaftlichen Frage, entstanden unterschiedliche ökologische Teildisziplinen. Diese Bezeichnungen findet man oft in den Benennungen einiger Forschungsinstitute. In einer Gliederung unterscheidet man zwischen Tier-, Pflanzen- und Mikrobenökologie. Eine weitere Gliederung schließt sich aus den Großleberäumen der Erde. Hier werden die Meeres-, Süßwasser- und die Festlandsökologie betrachtet. In der Geoökologie geht es um das Zusammenwirken von Boden, Sicker- und Grundwasser und viel mehr, untereinander und man untersucht es mit biotischen Teilsystemen. Des Weiteren gibt es die Bodenökologie, welche die Zusammenhänge zwischen der Landwirtschaft und der Bodenfruchtbarkeit untersucht. Es ist auch ein Teil der Geoökologie. Die molekulargenetischen Grundlagen der Populationen und Lebensgemeinschaften und deren Veränderungen untersucht die molekulare Ökologie. Dann gibt es noch die Humanökologie, Zivilisations-, Agra- und Urban- und die chemische Ökologie. Diese erforscht unter anderem die Rolle chemischer Signale in den Wechselbeziehungen von Organismen. Hier bei werden neue Methoden zum Beispiel für die Schädlingsbekämpfung entwickelt. Auch die Verhaltensökologie ist sehr interessant. Hier werden Wechselwirkungen von Verhalten und Umweltfaktoren untersucht. Die Forscher, die sich vor allem mit den ökologischen Bedingungen der vergangenen Zeitepochen beschäftigen, unterscheiden häufig zwischen der Neoökologie und der Paläoökologie. Die Neoökologie befasst sich mit dem gegenwärtigen Ökosystem und die Paläoökologie untersucht die ökologischen Beziehungen vergangener Zeiten und Erdperioden.